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Wer war Beatrix von Engelport?

  • Autorenbild: Die Querleserin
    Die Querleserin
  • 12. März
  • 2 Min. Lesezeit

Beatrix von Engelport (im 13. Jahrhundert, auf Burg Wildburg bei Treis / heute Treis-Karden an der Mosel / Deutschland - nach 1275, vermutlich an einem 13. Februar, im Kloster Maria Engelport Treis / heute Treis-Karden an der Mosel / Deutschland), Priorin; als Selige bzw. Heilige verehrt, Gedenktag: 12. März


Beatrix von Engelport war eine Tochter von Philpp (II.) von Wildburg (oder Wildenberg) aus dessen Ehe mit Irmgard von Braunshorn. Ihre Eltern ließen um 1260 das heruntergekommene Kloster Maria Engelport (gegründet um 1220, aufgelassen 1802) wieder in Stand setzen und kümmerten sich um dessen "Neubesiedelung" mit Dominikanerinnen. 1262 traten drei ihrer Töchter, darunter Beatrix, in dieses Kloster ein. Von diesen wurde Beatrix dessen erste Priorin. 1272 wechselten sie und ihre Nonnen die Ordensregel ihrer Gemeinschaft und wurden Prämonstratenser Chorfrauen. Nach einer überlieferten Legende soll Beatrix ein engelsgleiches Leben geführt und während einer Messe gestorben und sofort in die Schar der Engel aufgenommen worden sein. Belegt ist allerdings, dass Beatrix nach ihrem Tod einige Zeit als Heilige bzw. Selige verehrt wurde. In der Überlieferung der "Société des Bollandistes" wurde sie außerdem zur Protagonistin einer Sage, nach welcher sie stets in ihrem Sarg zu rumoren beginnt, wenn ihr Geburtstag vergessen wird. Ihre Reliquien sind allerdings nicht erhalten, sie gingen nach der Auflauflassung des Klosters Maria Engelport um 1802 verloren.


Sonstiges

Das Kloster Maria Engelport wurde 1802 aufgelassen und als Bauwerk 1904/05 abgebrochen. Den wenig später errichteten Neubau übernahm dann die  Ordensgemeinschaft der Hünfelder Oblaten. Diese mussten das neue Kloster 2013 wegen Personalmangels aufgeben, worauf es 2014 von den Anbetungsschwestern des königlichen Herzens Jesu Christi übernommen wurde.


Quellen und Literatur


Hintergrundinformation zu diesem Beitrag:

Was ist die "Société des Bollandistes"?

Die "Société des Bollandistes" oder "Gesellschaft der Bollandisten (bzw. heute der Bollandistinnen und Bollandisten) ist eine Arbeitsgruppe, die sich der Publikation von Lebensgeschichten von Heiligen aus der römisch-katholischen Kirche widmet. Ihr Name geht auf den niederländischen Hagiographen und Theologen Jean Bolland (1596–1665) zurück. Ursprüngliches Ziel der Gesellschaft war es, die hagiographische Überlieferung durch text- und überlieferungskritische Aufarbeitung vor pauschaler Verwerfung durch den Protestantismus und später durch die Aufklärung in Schutz zu nehmen.



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