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Wer war Eva von Lüttich?

  • Autorenbild: Die Querleserin
    Die Querleserin
  • 14. März
  • 2 Min. Lesezeit

Eva von Lüttich (um 1208, Lüttich / heute Liège, Belgien - um 1265, Lüttich / heute Liège, Belgien), Reklusin; als Selige bzw. Heilige verehrt, Gedenktag: 14. März


Eva von Lüttich lebte im 13. Jahrhundert als Reklusin im Zisterzienserinnenkloster St. Martin zu Lüttich im heutigen Belgien. Obwohl sie nicht wirklich dem Zisterzienserinnen angehörte, galt und gilt sie diesen als zugehörig. Sie war eine Gefährtin der Mystikerin Juliana von Lüttich (gest. 1258) und engagierte sich zusammen mit dieser erfolgreich für die Einführung des Fronleichnamsfestes im Bistum Lüttich, das seit 1246 dort regelmäßig gefeiert wurde. In einem Brief aus dem Jahr 1264 würdigte Papst Urban IV. (gest. 1264, Papst 1261-1264) ihre Verdienste um die Einführung des Festes im Bistum Lüttich. Eva dürfte noch erlebt haben, wie das Fronleichnamsfest im selben Jahr für die ganze Kirche eingeführt wurde.


Eva, die außerdem die Lebensbeschreibung von Juliana von Lüttich verfasst haben dürfte, wurde nach ihrem Tod in St. Martin beigesetzt, wo sich sehr bald ein Kult um sie entwickelte, der in der Barockzeit seinen Höhepunkt erlebte. Sie wurde zwar weder selig noch heilig gesprochen, doch 1902 wurde ihre Verehrung vom Heiligen Stuhl anerkannt.


Quellen und Literatur


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Hintergrundinformationen zu diesem Beitrag:

  • Was ist dieses Fronleichnamfest? Das Fronleichnamfest ist das Hochfest des Leibes und des Blutes Christi, den gewöhnlich die Hostie symbolisiert, Gefeiert wird es heute gewöhnlich an einem Donnerstag im Mai und Juni. Der genaue Tag richtet sich stets nach Ostern. (In Österreich ist dieser Tag bis heute ein staatlich vorgegebener Feiertag.)


  • Was sind Reklusinnen und Reklusen? (andere Bezeichnungen: Inklusinnen bzw. Inklusen oder Klausnerinnen bzw. Klausner)

    Reklusinnen und Reklusen sind Menschen, die sich offiziell von der Welt zurückgezogen haben und ein kontemplatives Leben in einer Zelle (Klause) oder Einsiedelei verbringen, die sich in der Nähe eines Klosters befindet oder Teil von diesem ist. Dieses Kloster war gewöhnlich auch für ihre Versorgung zuständig. Diese Lebensform entstand aus dem frühchristlichen Eremitentum und war besonders im Mittelalter verbreitet.


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