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Eine der Witwen von Rom - Wer war Lea von Rom?

  • Autorenbild: Die Querleserin
    Die Querleserin
  • 23. Jan.
  • 1 Min. Lesezeit

Lea von Rom (? - 22. März 384, Rom / heute Italien), Witwe; als Heilige bzw. Selige verehrt; Gedenktag: 22. März


Lea von Rom gilt als Schutzpatronin der Jungfrauen und der Witwen. In der Bildnerischen Kunst wird sie gewöhnlich im Gebet vor einem Kruzifix dargestellt und trägt die Gewande einer Witwe. Nach dem Nekrolog, den ihr der Heilige Hieronymus widmete, soll sie ein Leben in strenger Buße geführt haben. Den Großteil der Nacht verbrachte sie im Gebet. Stets soll sie ein härendes Hemd getragen haben.


Dabei war Lea von Rom, die relativ jung Witwe geworden war, eine recht begüterte Frau. Nach dem Tod ihres Ehemanns schloss sie sich jener Gruppe von Frauen an, die sich um die Witwe Marcella von Rom (gest. um 410) gebildet hatte, und die sich mit der Interpretation biblischer Schriften und Diskussionen befasste. Seit ca. 382 hatten diese Frauen eine enge Bindung zum Heiligen Hieronymus (gest. um 420). Sein Nekrolog, in dem Lea als positive Gegenfigur zu Vettius Agorius Praetextatus dargestellt ist. Dieser war ein Senator und Heide, der etwa zeitgleich mit Lea verstorben war.


Lea leitete in ihren letzten Lebensjahren eine Gruppe von geweihten Jungfrauen. Aus solchen Gruppen entwickelten sich später die Frauenklöster, weshalb Lea in der Theologie häufig als Äbtissin bezeichnet wird.


Quellen und Literatur

  • Jakob Torsy (Hrsg,): Lexikon der Deutschen Heiligen, Seligen, Ehrwürdigen und Gottseligen. Verlag J. P. Bachem, Köln, 1959, S. 342



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